Herzlich Willkommen auf der Website der Students For Future Flensburg!

Wir sind Studierende der Uni und der Hochschule Flensburg. Auf dieser Seite möchten wir Euch über unsere Aktionen auf dem Laufenden halten; teilen, was uns aktuell bewegt; und mit Euch in Kontakt kommen. Falls ihr Fragen, Anregungen etc. an uns habt oder bei uns mitmachen wollt, schreibt uns ganz einfach hier:

Email: studis.Flensburg@fridaysforfuture.de
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Instagram: studentsforfuture_flensburg

Wir haben außerdem einen Mailverteiler, über den wir ab und zu den Stand unserer Arbeit mit Euch teilen. Wenn Ihr Interesse daran habt, schreibt uns gerne und wir nehmen Euch in den Verteiler auf.
Die Treffen finden immer mittwochs (in gerade Kalenderwochen) bzw. donnerstag (in ungeraden Kalenderwochen) statt. Normalerweise treffen wir uns am Campus; aufgrund der aktuellen Kontaktbeschränkungen weichen wir auf digitale Treffen aus (Infos auf Nachfrage).

Und nun viel Spaß beim Stöbern auf unserer neuen Seite!

An dieser Stelle sei dem Campus-Klimaschutzmanagement, namentlich Simon Laros, ein herzlicher Dank ausgesprochen, der uns nicht nur beim Ermöglichen dieser Seite immer großartig unterstützt!

“What do we want? Climate Justice!”

Was steckt eigentlich hinter diesem Ruf der Klimabewegung?

10. Juni 2020

Das Transformative Denk- und Machwerk e.V. hat anlässlich des Degrowth-Days, am 06. Juni, einen Telegram-Kanal eingerichtet, auf dem zwei Wochen lang jeden Tag ein kleiner Impuls zu Themen rund um „Das gute Leben für Alle“ gepostet werden. Bisher standen Themen wie Sorgearbeit, Gemeinwohlökonomie und Anti-Rassismus auf dem Programm. Den Kanal könnt ihr jederzeit besuchen, die Inhalte bleiben auch nach den zwei Wochen der Aktionszeit zugänglich. Für heute hat Amanda aus unseren Reihen einen Beitrag zu Klimagerechtigkeit verfasst. Dazu ein kleines Vorwort von ihr:

1. Ein komplexes Thema wie dieses auf einen Umfang, der für einen Social-Media-Kanal geeignet ist, herunterzubrechen, birgt die Gefahr der Undifferenziertheit. Begriffe wie Globaler Norden und Globaler Süden sind teilweise schwammig, sollen an dieser Stelle aber genügen, um das globale Machtgefälle zu veranschaulichen.
2. Es ist nicht zu übersehen, dass der Beitrag aus der Sicht des Globalen Nordens geschrieben wurde. Ich bin mir bewusst, dass der Fokus stärker auf den Auswirkungen im Globalen Süden hätte liegen können. Ich habe mich einerseits deshalb dagegen entschieden, weil ich hoffe, mit dem Beispiel der Verkehrswende zu verdeutlichen, inwiefern wir Klimaungerechtigkeiten durch Politiken hierzulande angehen können. Vor allem aber sollten die Betroffenen selbst von ihren Erfahrungen berichten können – und nicht weiße mitteleuropäische Menschen als Sprachrohr brauchen, um gehört zu werden. Daher verweise ich mit Nachdruck auf die untenstehenden Links, in denen sich eine Vielzahl dieser Stimmen finden.

Die Forderung nach Klimagerechtigkeit impliziert, dass wir aktuell in KlimaUNgerechtigkeit leben. Denn die Menschen, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben, leiden am stärksten an seinen Folgen – und umgekehrt.

Diese Ungleichverteilung zeigt sich in drei Aspekten:
👉 Der Abbau von Ressourcen, die den Lebensstil des Globalen Norden ermöglichen, findet vor allem in Ländern des Globalen Südens statt. Hier führt er zu Umweltzerstörung und Vertreibung der lokalen Bevölkerung.
👉 Extremwetterereignisse als Folge des Klimawandels treten häufiger in Ländern des Globalen Südens als Länder des Globalen Nordens auf.
👉 Gesellschaften des Globalen Südens sind weniger widerstandsfähig gegen Folgen des Klimawandels. So sind sie z.B. anfälliger für Hungersnöte in Folge von Extremwetterereignissen, weil sie nicht über ausreichende Mittel verfügen, um auf solche Krisen zu reagieren.

Dies wird als Klimaungerechtigkeit oder Umweltrassismus bezeichnet (zum Ursprung der Begriffe s. Links). Diese Ungleichheiten (v.a. Punkt 1 und 3) gehen auf immer noch gegenwärtige, nämlich post-koloniale Machtstrukturen zurück, die auf der jahrhundertelangen Ausbeutung des Globalen Südens durch den Norden beruhen. Beispiele, wie sich dies konkret äußert, findet ihr in den Links unten.

Daher lautet die Forderung nach Klimagerechtigkeit:
👉 Globale Gleichverteilung von Emissionsrechten
👉 Reparationszahlungen des Globalen Nordens an den Globalen Süden

Die Klimakrise und Umweltrassismus gehen auf dieselbe Ursache, nämlich die industrielle Produktionsweise, zurück und sollten daher als ein Problem behandelt und angegangen werden. Klimapolitik muss radikaler sein als lediglich mit CO2-Zertifikaten zu handeln oder auf technologische Innovationen zu vertrauen. Solche Instrumente vermögen es vielleicht, den Klimawandel zu verlangsamen – sie wirken jedoch nicht den damit einhergehenden sozialen globalen Ungerechtigkeiten entgegen.

Beispiel Verkehr: Auch für Elektromotoren ist der Ressourcenabbau im Globalen Süden notwendig, der vor Ort Ökosysteme zerstört und damit lokalen Gemeinschaften nicht nur die ökonomische sondern auch die soziale Lebensgrundlage nimmt. Eine Verkehrswende hierzulande sollte also nicht ausschließlich auf die Elektrifizierung der Verkehrsmittel abzielen, sondern auf gänzlich neue Strukturen, die Alternativen zum motorisierten Individualverkehr bieten.

Um Klimagerechtigkeit zu erreichen und so ein gutes Leben für Alle zu ermöglichen, müssen also soziale Strukturen unserer Gesellschaft in den Fokus rücken und Menschen aus Norden und Süden auf Augenhöhe miteinander in den Diskurs kommen.

📺 Stimmen aus dem Globalen Süden:
https://www.youtube.com/watch?v=Ek1cNc826uw
http://ecapio.org/tag/klimagerechtigkeit/

📺 Stimme aus dem Globalen Norden:
https://www.youtube.com/watch?v=Cnede6NvgIM

Chancen nutzen – Brief an Bundespolitik

08. Juni 2020

Liebe Bundespolitiker*innen,
Sie haben Post!

Wir freuen uns über und unterstüzen die Initiative der Ortsgruppen Campus for Future Stuttgart, Students+ for Future Jena und Students for Future Ludwigsburg, die die Bundespolitiker*innen in einem Brief dazu auffordern, genau jetzt die Weichen für eine klimagerechte Zukunft zu stellen.

„Wir wollen nach der Krise nicht zurück zu dem teils verfahrenen Zustand vor Corona, sondern wollen eine positive Perspektive für die Zukunft.“

Hier findet ihr den ganzen Brief zum Nachlesen.

Endlich – der Newsletter ist da! :-)

05. Juni 2020

Moin ihr Lieben,

wir freuen uns sehr, euch mitteilen zu können, dass wir es nach mehr als einem halben Jahr offene Mailingliste endlich geschafft haben, den regelmäßigen Newsletter zu etablieren. Darin berichten wir jeweils zum Monatsende, was in den letzten Wochen bei den Students for Future passiert ist – sowohl hier in Flensburg, als auch auf Bundesebene.

Zur Feier des Auftaktes findet ihr den ersten Newsletter hier. Wenn ihr auch in Zukunft regelmäßig über unsere Arbeit informiert bleiben wollt, schreibt uns an studis.Flensburg@fridaysforfuture.is und wir nehmen euch auf die Mailingliste auf.

Public Climate School #2

23.05.2020

Nach dem Erfolg im letzten November geht die Public Climate School kommende Woche in die zweite Runde! (Infos zur ersten PCS findest du unten auf dieser Seite. 😉 ) Vom 25.-29. Mai 2020 wird ein bundesweites Online-Programm dafür sorgen, dass die Hochschulen der ganzen Bundesrepublik ihre virtuellen Türen öffnen.

#OffeneKlimaUniFürAlle

Das Programm findet ihr hier:
https://studentsforfuture.info/public-climate-school/

 

Corona und die Mobilitätswende

16.05.2020
von David (B.Sc. Politikwissenschaft, studiert aktuell M.A. Transformationsstudien)

Erfährt das Automobil durch Corona eine neue Aufwertung? Öffentlicher Nahverkehr scheint in Zeiten der Pandemie nicht mehr mit den Anforderungen der Virusbekämpfung gewachsen zu sein, wohingegen motorisierter Individualverkehr Sicherheit verspricht. Autokonzerte und Fantasien über eine Rückkehr des Autokinos zeugen jedenfalls schon von einer neuen gesellschaftlichen Bewertung. Die ohnehin krisengeschüttelte Automobilindustrie setzt gerade alle Lobbyhebel in Bewegung, um in den Genuss staatlicher Hilfsmittel zu kommen. Kaufprämien für Neuwagen wären ein ökologisches Desaster. Ist der Kampf um die Mobilitätswende damit verloren?

Diese Betrachtung ist zu oberflächlich. Wir können in vielen Beispielen auch beobachten, dass Corona als Treiber der Mobilitätswende funktioniert: So wurden in Berlin, Vancouver, Wien oder Bogota Straßen für den Autoverkehr gesperrt und provisorische Radwege errichtet. In Brüssel plant die Stadtregierung sogar auf Dauer weite Teile der Innenstadt zu verkehrsberuhigten Zonen zu erklären. Und in Paris werden durch die Pandemie Pläne zum Ausbau des Radnetzes beschleunigt.

Corona kann der Klimabewegung in Auseinandersetzungen auch argumentativ zur Hilfe kommen. Seit langem ist wissenschaftlich bewiesen, dass die durch den motorisierten Verkehr hervorgerufenen Luftverschmutzungen massive gesundheitsschädliche Wirkungen entfalten. Die Mobilitätswende ist nicht nur ökologisch gerecht, sondern auch gesundheitspolitisch sinnvoll.

Durch Corona werden viele bereits existierende Krisen noch verschärft und gesellschaftliche Kräfteverhältnisse verschoben; eine strategisch agierende Klimabewegung muss sich daran anpassen, wenn sie die Chancen für mehr Klimagerechtigkeit nutzen will.

Hier findet ihr einen detaillierteren Text zum Thema: Klimabewegung und Mobilitätswende in Zeiten von Corona

Freitag ist Streiktag!

Globaler Klimastreik am 24.04.2020 #NetzstreikFürKlimagerechtigkeit #FightEveryCrisis

23.04.2020
Aufruf: Am morgigen Freitag, 24.04.2020, ist wieder globaler Klimastreiktag. Covid-19 stoppt uns nicht, weiter auf die Klimakrise aufmerksam zu machen! Gerade jetzt, wo die Zukunft aus anderem Anlass neu verhandelt wird, muss Klimagerechtigkeit konsequent mitgedacht werden! Wir müssen verhindern, dass wir uns später („nach Corona“) wieder an den Punkt zurückkämpfen müssen, an den wir im letzten Jahr gekommen sind.
Deshalb ist umso wichtiger am kommenden Freitag sichtbar zu sein – sei es per Netzstreik (hier Mitmachen), Schreiben an unsere Land- und Bundestagsabgeordneten oder in anderen kreativen Formaten.
Ab 12 Uhr gibt es per Livestream ein großes online Demo-Programm der Fridays For Future! Dabei sein werden zahlreiche Prominente, Musiker*innen und Aktivistis aus aller Welt und es werden Aktionen aus ganz Deutschland besucht.
Impressionen:
 

#flattentheCO2curve – Was bedeutet die Coronakrise für den Klimaaktivismus?

16.04.2020

Die Anerkennung einer Krise ist der erste Schritt auf dem Weg aus ihr heraus. Im letzten Jahr wurde der Klimawandel endlich politisch und medial als Krise begriffen. Doch ausreichend wirksame Maßnahmen wurden in Sachen Klima noch nicht ergriffen. Im Kampf gegen das Coronavirus ist das anders. Das rasante Ausbreiten von Covid-19 wurde nicht nur als Krise anerkannt, sondern es wurden darüber hinaus rigorose Maßnahmen durchgesetzt, um der Bedrohung zu begegnen. Es wurde erkannt, dass es um Leben und Tod geht und dass gerade dieser Umstand keine Rücksicht auf (volks-)wirtschaftliche Einbußen erlaubt. In der Klimapolitik scheint diese Abwägung leider oft zu einem anderen Ergebnis zu führen. Dabei stehen sich die beiden Krisen in Nichts nach: Sie sind global, lebensbedrohlich, und um sie aufzuhalten muss sich unser gewohntes Leben gravierend und systematisch ändern. Dabei sollte in beiden Fällen die Solidarität im Mittelpunkt stehen!

In unserem Podcast bringen wir die Corona- mit der Klimakrise miteinander in Verbindung, zeigen aus unserer Sicht Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf und versuchen Schlüsse aus dem Umgang mit dem Coronavirus für unseren Klimaaktivismus zu ziehen. Dabei geht es um Demokratie und Solidarität, um den Zusammenhang zwischen der Drastigkeit von Maßnahmen und voranschreitender Zeit (#flattentheCO2curve), sowie um die Rolle von Verzicht und Wohlstand.

Ein Inhaltsverzeichnis mit Minutenangaben:
00:00 Begrüßung
01:16 Einstellungsänderung
05:12 Demokratie & Klimagerechtigkeit
14:04 Verzicht & Solidarität
22:21 Stellenwert von Wohlstand
25:00 Anregungen für den Klimaaktivismus
32:06 Einladung

Hier sind Links zu den Quellen, auf die wir uns beziehen:

Hier findet ihr weitere Presseartikel, die die beiden Themen miteinander verknüpfen:

#flattentheCO2curve:
Der Hashtag #flattenthecurve wurde in den letzten Wochen in den sozialen Medien genutzt, um zu sozialer Distanzierung aufgerufen, wodurch die Verbreitung des Coronavirus verlangsamt und die Überlastung der Gesundheitssysteme verhindert werden soll. Das Prinzip dahinter erinnert (zumindest uns) an das Konzept des CO2-Budgets. In der Klimakrise bleibt nur noch ein bestimmtes „Kontingent“ an Emissionen, die noch ausgestoßen werden dürfen, bevor die 2° Erderwärmung erreicht ist (linke Grafik). In der Coronakrise verfügt das nationale Gesundheitssystem über ein bestimmtes Kontingent an Intensivbetten, sodass die Zahl der Erkrankten, die auf eine Intensivbehandlung angewiesen sind, dieses Kontingent nicht übersteigen sollte (rechte Grafik). In beiden Fällen lautet die Konsequenz: Je schneller wir die Emissionen bzw. Virusausbreitung reduzieren, umso mehr Zeit bleibt uns, das verbleibende Kontingent an Emissionen / Intensivbetten zu nutzen. Und eben im Umkehrschluss auch: Je länger wir mit der Reduktion warten, desto drastischer müssen die Maßnahmen zu einem späteren Zeitpunkt sein.

Was meint ihr: Leuchtet das ein oder hinkt der Vergleich aus eurer Sicht?
Habt ihr weitere Kommentare oder Fragen zum Podcast? Schreibt uns gern, wir sind gespannt auf eure Meinung!

Public Climate School 2019

14.04.2020

Vom 25.11.-29.11.2019 haben wir – wie viele andere Ortsgruppen bundesweit – eine Public Climate School bzw. Klimastreikwoche veranstaltet.

Das Ziel war es, den Campus für eine Woche zum öffentlichen Labor für nachhaltige Zukunftsentwürfe werden zu lassen, in dem Austausch mit anderen Gesellschaftsgruppen möglich wird. Anstelle des bzw. zusätzlich zum regulären Lehrbetrieb wurden Veranstaltungen mit Bezug zu Klimawandel und Umweltschutz von Dozierenden und Studierenden angeboten. Damit sollen Universität und Hochschule ihrer Verantwortung nachkommen, eine kritische und zukunftsorientierte Lehre und Forschung zu betreiben und zugänglich zu machen.

Hier einige Stimmen aus der Woche:

Weitere Beiträge und Berichterstattungen über die Woche findet Ihr unter anderem hier:
https://www.facebook.com/pg/klimaschutz.campus.flensburg/videos/?ref=page_internal
https://www.shz.de/suche/?q=Public+Climate+School

Nach intensiver Vorbereitungszeit konnten wir ein picke-packe-volles Programm präsentieren: Programmheft_Public_Climate_School